Fremdgegangen
Wenn man den verschiedenen Statistiken glauben darf, ist Fremdgehen für viele Beziehungen ein Thema. Ob und wie man es auch in der Kommunikation untereinander zum Thema macht, ist dann eine Entscheidung, die sich „danach“ stellt.
Soll man einen Seitensprung beichten oder hält man lieber den Mund und hofft, dass der Partner niemals etwas davon erfährt? Wie man sich entscheidet, hängt von der Art der Beziehung ab, die man führt. Vielleicht hat man schon vorher darüber gesprochen, was wäre, wenn. Es gibt nicht wenige Paare, denen Offenheit und Vertrauen in der Beziehung so wichtig sind, dass ein verschwiegener Seitensprung schwerer wiegen würde, als ein Gebeichteter. Der Seitensprung an sich wäre dann als Vertrauensbruch nicht so schlimm, wie das Verschweigen. In diesem Fall sollte man dem Partner sagen, dass man einen Seitensprung hatte. Details kann man sich bzw. dem Partner dabei jedoch ersparen. Falls ein gebeichteter Seitensprung jedoch das Bestehen der Beziehung gefährden würde, wird man besser schweigen. Wie man mit dem schlechten Gewissen umgeht und der Angst, dass durch einen Zufall alles auffliegen könnte, ist wieder eine andere Sache. Man muss auch bedenken, dass ein feinfühliger Partner spüren wird, dass etwas nicht stimmt. Unbewusst verhält man sich doch anders, wenn man von Gewissensbissen gequält wird und konzentriert darauf achtet, dass man sich nicht verplappert. Natürlich kann es auch sein, dass man sich gar nicht so viele Gedanken macht, wenn man fremdgegangen ist und das Ganze als nicht so wichtig einstuft. Dann verhält man sich vermutlich genauso ungezwungen, wie sonst auch. Der Partner wird insbesondere dann keinen Verdacht schöpfen, wenn man sich weiterhin liebevoll und aufmerksam um ihn kümmert. Das sollte man übrigens auch tun, falls man sich doch für Offenheit entschieden hat. Sicherlich stehen die Chancen dann besser, dass der Partner verzeihen kann.

